Di 6. Juni 2017 // Rundgang auf den Spuren jüdischer Familien in Nidderau-Heldenbergen


Vier pflastersteingroße Messingtafeln in der Straubelgasse erinnern an die Familie Scheuer, die im Jahr 1942 deportiert wurde und kurz darauf den gewaltsamen Tod fand.

Für das jährliche Reinigen und Polieren haben die „Nidderau Borussen 09 e.V.“ schon vor Jahren eine Patenschaft übernommen.

Insgesamt weisen 80 sogenannte „Stolpersteine“ in Windecken, Ostheim und Heldenbergen auf Nidderauer Opfer der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft hin. Sie gehören zu einem Erinnerungsprojekt des Kölner Bildhauers Gunter Demnig und sind jeweils vor der letzten freiwilligen Wohnstätte der Verfolgten in den Bürgersteig eingelassen.

Vor Ort koordinierte der Politikwissenschaftler Dr. Ralf Grünke (selbst Mitglied der Nidderau-Borussen) die Verlegung der Gedenksteine in den Jahren 2008 bis 2011. Wer waren Manuel, Sara, Erna und Hedwig Scheuer? Wie lebten jüdische Familien in Heldenbergen vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten? Welche Schicksal erlitten sie danach?

In einem öffentlichen Rundgang geht Monica Kingreen diesen Fragen nach. Monica Kingreen ist Autorin des Buches „Jüdisches Landleben in Windecken, Ostheim und Heldenbergen“ und war seit 2003 Mitarbeiterin des Fritz-Bauer-Instituts sowie Lehrbeauftragte am Seminar für die Didaktik der Geschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit dem 1. August 2015 ist sie im Ruhestand, doch ist weiterhin als freie Mitarbeiterin in Projekte des Pädagogischen Zentrums Frankfurt eingebunden.

Datum: Dienstag, 6. Juni 2017 Uhrzeit: 19 Uhr

Treffpunkt: Gedenktafel (Bahnhofstraße 12, 61130 Nidderau)